Elternbrief Dezember 19

In die Gemeinschaft aufgenommen werden

Die ersten drei Monate unseres Kindergartenjahres liegen schon hinter uns. Die neu hinzugekommenen Kinder sind mit Freude und Begeisterung ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft geworden. Erfahrungen, die ein Mensch mit „Übergängen“ macht, überträgt er auch auf weitere Situationen im Leben. Durch die von uns praktizierte „sanfte Aufnahme“ konnte jedes Kind die Scheu vor der neuen Lebenssituation aktiv bewältigen und zukünftig mit Zuversicht in neue Lebensabschnitte hineingehen. Die Kinder haben eine tragfähige Beziehung zu den Erzieherinnen aufgebaut, sich mit unseren Räumlichkeiten bekannt gemacht, die Spiele erforscht und schon Freundschaften mit anderen Kindern geschlossen. Es ist so vieles vertraut und die Wiederholungen im Tagesablauf geben ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Im Morgenkreis wird täglich nachgeschaut wer heute in unsere Gemeinschaft gekommen ist, berichtet, welche Geschehnisse die Gemeinschaft unbedingt wissen sollte und gemeinsam gesungen, gespielt und gelacht.

Die Zeit von September bis Weihnachten – eine Begegnung mit Ritualen

An unserem Martinsumzug konnten wir wieder viele Familien aus unserem Dorf begrüßen. Wir bedanken uns bei allen, die aktiv mitgeholfen haben, dass diese Tradition weitergeführt werden kann. Es gibt im Vorfeld immer viel zu planen und zu erledigen. „Wie am Schnürchen“ hat alles funktioniert und ein Rädchen ins andere gegriffen. Dafür wurden wir mit einem schönen Fest belohnt. Durch den Verkauf von Leberkässemmeln hat der Elternbeirat 40 € erwirtschaftet. Ein gemeinsam erlebtes, und ein miteinander gestaltetes Fest, kann alle Mitglieder einer Gemeinschaft verbinden und ein Gefühl von Zugehörigkeit schaffen – also das Gefühl von Geborgenheit und Heimat.

Der Leonhardiritt in Pähl fand heuer noch einmal in der Schulferienwoche statt, weshalb ausschließlich Vorschulkinder auf der Kutsche mitfuhren. Die Eltern haben erstmals schon einige Tage vor dem Fest den Wagen geschmückt. Sie bewiesen große Ausdauer und viel Geschick beim Binden der Girlanden. Der Kutscher und die Pferde fuhren uns, wie immer, drei Stunden lang sicher durch die Veranstaltung.

Das Fest der heiligen Elisabeth, unserer Namenspatronin, konnten wir am 19. November feiern. Sie haben uns sehr feine Speisen mitgebracht, wofür wir Ihnen herzlich danken. Als Überraschung erhielten alle Mütter eine Rose geschenkt und die Kinder ein Bild für zu Hause.

Der heilige Nikolaus hat uns in diesem Jahr am Donnerstag, dem 5. Dezember 2019 besucht. In der Kleingruppe erzählten wir allen Kindern die Legende von Nikolaus und den drei Goldkugeln. Wir sangen täglich Lieder und bereiteten Fingerspiele und Bastelarbeiten vor, um sie dem Nikolaus vorzutragen oder zu schenken. Er blieb etwa eine Stunde bei den Kindern im Kreis und sparte nicht mit Lob für die schönen Lieder und die hilfsbereiten Kinder. Am Ende verteilte er die Säckchen an Groß und Klein. Der Förderverein spendierte die Geschenke.

Die Adventslaterne geht in diesem Jahr mit einer neuen Geschichte wieder von Familie zu Familie. Am Informationsbrett im ersten Stock finden Sie alle weiteren Informationen dazu.

Was haben wir uns für dieses Jahr vorgenommen?

Das ganze Jahr steht unter dem Titel „Der Mensch“. Bisher haben wir die Kleidung des Menschen in den verschiedenen Jahreszeiten angeschaut. Jeder hat nach eigenem Können ein Selbstbildnis angefertigt. Durch verschiedene Lieder und Kreisspiele benennen wir Teile des Körpers und ihre Funktionen. Sicher werden wir alle Kinder in der nächsten Zeit messen und wiegen. Diese Daten halten wir im Portfolio Ihres Kindes fest. Vielleicht kennen Sie aus dem englischen das Lied „head an shoulders….“, das singen wir zurzeit mit dem deutschen Text im Morgenkreis. Es macht sehr viel Spaß und es ist eine Herausforderung, alle genannten Körperteile rechtzeitig zu berühren. Im weiteren Jahresverlauf werden wir immer wieder „Menschen“ – Projekte in den Kindergartenalltag integrieren. Dabei erforschen wir die Sinne unseres Körpers, den Einfluss der Ernährung auf unseren Körper und natürlich auch den Einfluss von Bewegung und Ruhe. Die Kinder lernen Methoden zur Entspannung und zum Stressabbau kennen. Wir alle sind bei Projekten Suchende und begeben uns auf eine gemeinsame Reise um Antworten zu finden. Das schließt alle Förderkompetenzen mit ein. Wir werden singen, sprechen, zählen, malen, gestalten, kochen, essen, und vieles mehr. Achten Sie deshalb immer wieder auf Aushänge und Erzählungen Ihrer Kinder. Vielleicht finden Sie ja zu Hause Antworten auf die Fragen der Gruppe, und können uns diese zur Verfügung stellen. Es ist deshalb auch jetzt noch nicht so genau im Voraus zu planen, wohin unsere Suche uns führen wird. Wir wollen uns doch auf die Interessen und Phantasie der Kinder einlassen können.

Warum arbeiten wir in der Kindertagesstätte in Projekten? Alle Kinder sollen schon vor dem Eintritt in die Schule erfahren, dass sie keine Konsumenten sind, sondern aktiv und eigenverantwortlich Antworten auf Ihre Fragen finden können. Jedes Kind ist in der Lage selbst Neues zu entdecken und dadurch Kenntnisse zu erlangen. Alle diese Erfahrungen dienen als Basis für die spätere Wissensvermittlung in der Schule. Wie soll ein Kind Interesse an einem Frosch finden, wenn es noch nie einen in der Hand halten konnte, wie eine Vorstellung von Längenmaßen erlangen, wenn es seine eigene Größe nicht abgemessen hat. Die Kinder finden mit Hilfe der Erwachsenen in Ihrer Umgebung Methoden, durch die sie sich selbst Wissen aneignen können. Kinder erfahren, wieviel Freude es machen kann, etwas Neues zu lernen und wecken die eigene Fantasie.

Kinder lernen die Straße kennen

Zu den Kindern der Giraffengruppe kommen am Donnerstag, dem 9. Januar, Herr Fuchs und Herr Pfaller von der Verkehrsschule der Polizeidienststelle in Weilheim. In einer Theoriestunde lernen die Kinder richtiges Verhalten als Fußgänger. Im Anschluss daran üben sie vor der Kindertagesstätte das gefahrlose Überqueren einer Fahrbahn in Fischen. Wir weisen darauf hin, dass auch dieses Angebot nur eine Hinführung zu verkehrsgerechtem Verhalten der Kinder ist. Die Verantwortung liegt bei den Eltern. Üben Sie mit Ihrem Kind den spezifischen Weg zu Bushaltestelle, zu Freunden oder zum Einkaufen. Wenn dabei Fragen auftauchen, können Sie natürlich gerne bei uns oder der Verkehrsschule Informationen einholen. Die Kinder erhalten Informationsmaterial, das als Grundlage für die Verkehrserziehung im Elternhaus Verwendung finden kann.

Kooperation mit der Grundschule Pähl

Zu unseren Vorschulkindern kommt auch in diesem Jahr wieder regelmäßig die Lehrkraft Frau Frankl aus der Grundschule in Pähl. In diesem Schuljahr besucht sie die Kinder in dreiwöchigem Abstand. Dieses Kooperationsangebot gibt den Kindern die Möglichkeit, eine möglicherweise vorhandene Scheu vor der Institution Schule abzubauen. Daneben macht sich die Schule schon ein erstes Bild von den künftigen Schülern. Wir folgen damit unserem Auftrag, Übergänge der Kinder aktiv so positiv als möglich zu gestalten, und einen engen Kontakt zur Grundschule der Gemeinde zu halten.

Kooperation mit den Eltern

Wir bedanken uns noch einmal bei allen Elternteilen, die sich als Elternbeirat zur Verfügung gestellt haben. Gemeinsam haben wir in den vergangenen acht Wochen schon viele Aktionen erfolgreich gestemmt und sind schon aktiv dabei, die nächsten zu planen. Wir danken für die große Unterstützung in allen Belangen. Die Namen aller Elternbeiräte finden Sie an unserer Tafel zwischen den Treppen.

Zu Beginn des neuen Jahres wollen wir Sie zu Entwicklungsgesprächen einladen. Sie können sich gerne schon jetzt einen passenden Termin aussuchen. Sprechen Sie die Erzieherinnen einfach an.

Im Februar wird auch immer wieder die Umfrage zur Qualitätssicherung und Kundenzufriedenheit an Sie verteilt. wir danken Ihnen schon jetzt für Ihre Teilnahme. Das Ergebnis erhalten wir erst immer gegen Ende des Kindergartenjahres. Wenn Sie Fragen oder Anregungen an uns haben, können Sie diese gerne jederzeit an uns herantragen. Wir wollen uns an Ihren Bedürfnissen orientieren und nach Lösungen suchen, die für beide Seiten machbar sind.

Lichter, Lieder, Leben in der Adventszeit

Am Mittwoch, dem 18. Dezember 2019, laden wir alle Familien des Kindergartens um 17 Uhr zur Adventsfeier ein. Aktuell sind wir dabei, eine neue Geschichte mit den Kindern zu erarbeiten, die wir an diesem Nachmittag zur Vorführung bringen. Dazu bieten die Elternbeiräte schöne Bastelarbeiten und weihnachtliche Köstlichkeiten zum Kauf an. Unser Dank gilt auch allen Eltern, die den Aufrufen des Elternbeirates folgen und sich Zeit zum Basteln nehmen.

Am Dienstag, dem 10. Dezember 2019, wird uns Herrn Kaplan Edwin besuchen, um unsere zwei neuen Kreuze aus dem Bayerischen Wald zu segnen. Sie schmücken das Büro und die Küche. Die Kinder basteln in diesen Tagen große Sterne aus Metallfolie, und wir bitten Kaplan Edwin auch diese zu segnen. Daneben können Sie gerne auch Anhänger oder Kreuze von zu Hause zum Segnen mitbringen.

Am 20. Dezember wird uns das Christkind besuchen. Es gibt dann neue Spielsachen für die Kinder der Kindertagesstätte. (finanziert durch unser Jahresbudget) 200.- € hat der Förderverein dafür gespendet.

Die Raiffeisenbank Werdenfels spendete an uns 250.- € für das Schmücken des Christbaums in der Filiale Pähl.

Herr Gerner aus Fischen hat am vergangenen Wochenende seine selbstgestalteten Jahreskalender verkauft. Je 5 Euro gingen dabei an den Kindergarten Fischen und es kam so eine Spendensumme von 70 Euro zusammen. Wir bedanken uns dafür recht herzlich. Wir werden davon neues Spiel- und Bastelmaterial anschaffen.

Der allmorgendliche Start in den Tag

Wir starten täglich mit einem Morgenkreis ab 8.30 Uhr. Für die Beschäftigungen im Anschluss daran sind die Kinder in zwei Gruppen, die Giraffen- und die Waschbärengruppe, eingeteilt. Womit wir uns beschäftigen, können Sie an der Holztafel vor dem Gruppenraum täglich im Rückblick lesen.

Wir wissen natürlich, wie schwierig es sein kann, in einer Familie mit Kindern morgens schon alles schon pünktlich zu erledigen. Im Interesse der Kinder ist es aber einfach besser, wenn alle Kinder gleichzeitig den Tag beginnen können. Es gehen sonst manche Informationen verloren, und der Start misslingt. Wir wissen ja alle, wie unangenehm es sein kann, als letzter Teilnehmer noch schnell einen Platz in einer Runde einzunehmen, den Kindern geht es da genauso.

Und dazu noch einmal die Bitte: die Kinder spielen am Boden und unsere Räume sind unser Wohnzimmer. Bitte betreten Sie diese deshalb nicht mit Ihren Straßenschuhen. Verabschieden Sie sich von Ihrem Kind an der Eingangstüre zu unserem „Wohnzimmer“. Danke!

Mit einem Netz aus Regeln überzogen – Sicherheit und Stabilität für jeden Einzelnen

Ihre Kinder sind während des Aufenthaltes durch die staatliche Unfallversicherung versichert. Dieser Schutz beinhaltet auch die Bring- und Holzeiten in der Einrichtung. Damit die Aufsichtspflicht auf die Erzieher in der Einrichtung übergehen kann, müssen alle Kinder stets von der sie begleitenden Erziehungsperson an die Erzieher übergeben werden. Erst wenn das Kind uns persönlich begrüßt hat, geht die Aufsichtspflicht an uns über. Das gleiche Vorgehen beendet die Aufsichtspflicht der Erzieher auch wieder. Nur wenn das Kind sich persönlich bei den Erziehern verabschiedet hat können wir sicherstellen, dass das Kind nun mit den beauftragten Erwachsenen nach Hause gehen wird und sich nicht mehr in der Einrichtung befindet. Ganz wichtig ist es uns in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hinzuweisen, dass kein Kind alleine das Gelände der Einrichtung verlassen darf. Erlauben Sie Ihrem Kind auf keinen Fall alleine das Haus zu verlassen! Beim Abholen im Garten darf ebenfalls kein Kind vor den Erziehungspersonen das Gartengelände verlassen. Diese Regelungen sichern Leib und Leben Ihrer Kinder und müssen ohne Ausnahmen eingehalten werden.

Die Unfallversicherung weist uns immer wieder darauf hin, dass Bänder, Schals und Kordeln an Kleidungsstücken eine große Gefahrenquelle darstellen. Es geschieht leider immer wieder, dass sich Kinder durch diese Dinge strangulieren. Bitte, verzichten Sie deshalb auf Bänder, Kordeln und Schals bei allen Kleidungsstücken ihrer Kinder.

Eine Statistik des roten Kreuzes besagt, dass viele Rettungseinsätze an Kindern durch kleine, runde Lebensmitteln ausgelöst werden. In Luftröhren bleiben immer wieder Cocktailtomaten, Weintrauben, Bonbons und dergleichen stecken. Nüsse landen sehr oft in den Lungen von Kindern und müssen dann operativ entfernt werden. Deshalb bitten wir Sie auch darauf Acht zu geben, wenn Sie die Brotzeit zu Hause einpacken.

 

Weihnachten

Zeit für ein wenig Stille
und Besinnlichkeit.
Zeit für Dankbarkeit
und Zuversicht.
Zeit für die kleinen Dinge
des Herzens
und für die Wunder
der heiligen Nacht.
(Irmgard Erath)