Taminga Zeitung Dezember

Liebe Familien, heute schickt Euch „Taminga“ – unser Maskottchen – wieder seine Taminga Zeitung

Hallo, Ihr Lieben,

jetzt bekommt Ihr nochmal Nachrichten aus der Kita St. Elisabeth.

Es ist viel passiert in den Wochen, seit unserer letzten Zeitung. Angefangen hat es mit einer wunderbaren Verwandlung: (die Überraschung zur „Elisabethfeier“, die ich euch angekündigt habe). Aus farbiger Wolle, Seife und warmem Wasser haben die Kinder mit den Erzieherinnen eine Blume gezaubert – eine Rose. Die die Zauberei nennt man „Filzen“. Die Kinder hatten viel Freude dabei und genossen die weiche Wolle und den Seifenschaum. Auch für die Schulkinder war es eine wunderbare, gute Erfahrung. Die Erzieherinnen nähten den entstandenen Stoff zusammen und schon war die Rose fertig. Das war ein üppiger Strauß in der Vase. In diesen Tagen hörten die Kinder in kleinen Gruppen von der heiligen Elisabeth, der unsere Kita ihren Namen verdankt. Und schon hatten wir wieder einen Grund zum feiern.
Zum Namenstag am 19.11. teilten wir im Kreis ein Stück Brot und erinnerten uns nochmal an das „Rosenwunder“ der adeligen Wohltäterin. Bei der gemeinsamen Brotzeit ließen sich alle ein gutes Butterbrot schmecken. Das war ein „schmatzen und Schlecken“ hmmm. Die schöne Rose durfte jedes Kind für die Familie mit heim nehmen. Für unsere Kita gestalteten die Kinder ein Gemeinschaftsbild von der Heiligen. Das schmückt immer noch unseren Flur. Schade, dass ihr es nicht sehen könnt.

„Musik, Musik, Musik“ …
Die Kinder lieben Musik – aber das wissen Sie ja aus eigener Erfahrung. Dieses Mal durften die Kinder etwas Neues ausprobieren: Sie hörten Musik (von „Mozart“) und machten dabei sogar die Augen zu,. Ich glaube, sie haben mit der Musik geträumt. Und dann machten sie ganz was Komisches. Sie setzten sich vor ein großes Blatt Papier auf den Boden, nahmen in jede Hand einen Stift und zur gleichen Musik wie vorher malten sie dann. Sie ließen richtig die Stifte über das Papier tanzen. Das schaute lustig aus und ein bisschen nach „Kritzi-Kratzi“ . Aber die Erzieherin war zufrieden und die Kinder auch. Sie spielten auch wieder Klanggeschichten. Die handelten von Tieren und vom Winter und die Kinder ließen sich gerne auf die Geschichten ein.

Einige Tage später erzählten die Kinder schon von Christkindlbriefen und Wünschen. Da hab ich mich gewundert. Was kommt denn jetzt schon wieder für eine Zeit? Ein Fest kommt nach dem anderen.

Advent, Advent….
Jetzt hab ich es herausgefunden. Die Kinder und die Erzieherinnen haben sich zu einer Kinderkonferenz getroffen. Da haben sie alle ihre Ideen eingebracht. Von Adventskalender , -kranz, -lieder, bis Plätzchen backen, Kripperl, Jesuskind, „goldene Nuss“, Lieblingsplätzchen, Christkind, Nikolaus, Christbaum, Kerzen, Lichterketten war alles dabei. So viel wäre mir nicht eingefallen. Gut, dass alle zusammen überlegt haben. (Ich glaub, das ist den Erzieherinnen immer wichtig, dass sich die Kinder Gedanken machen, dass sie Aufgaben übernehmen und Verantwortung tragen. Dass sie an Entscheidungen Teil haben, mitbestimmen. Öfter wird auch abgestimmt. Das nennen sie dann „Partizipation“).
Und so kam es, dass gleich am nächsten Kindergartentag Kinder Rezepte ihrer Lieblingsplätzchen mitbrachten, andere hatten Bücher über Advent und Weihnachten dabei. Das war schön. Dann kam das tägliche adventliche Highlight:
die „goldene Nuss“
Ich hab mich schon gefreut „hmm, Nüsse knacken und noch dazu goldene.“ Aber leider kam es ganz anders. Es ist der Adventskalender. Jeden Tag wird beim Morgenkreis ein Säckchen mit abgezählten Nüssen im Kreis weitergegeben. Wer die eine goldene Nuss erwischt, der durfte sich von der „Adventsleiter“ ein Päckchen aussuchen. Das hat schön ausgeschaut, das hätte mir auch gefallen… Da war auch eine Karte mit einer Geschichte für die Familie dabei. Hoffentlich habt ihr es euch so richtig gemütlich gemacht und die Geschichte gemeinsam gelesen. Wenn noch nicht, dann könnt ihr das ja noch nachholen. Für gemütliche Geschichtenabende ist es nie zu spät.
Gott sei Dank hat noch vor dem „Lockdown“ jedes Kind eine goldene Nuss gefunden.

In der Weihnachtsbäckerei
Weil die Kinder so viele Ideen gehabt hatten, gab es jetzt viel zu tun. Die Kinder dachten an ihre „Hausaufgaben“ und brachten die Zutaten für die Plätzchenteige mit. Also wurden die Schürzen rausgeholt und Plätzchen gebacken. Butterplätzchen und „Spitzbuben“ entstanden. Ich freu mich schon.

Nikolo bum, bum
Der Nikolaustag kam näher. Würde der Nikolaus kommen? Aber das durfte ja wegen Corona nicht sein. Vorsorglich malten die Kinder Bilder für ihn. Und stellt euch vor, als wir am Montag nach dem Nikolaustag bei der Brotzeit saßen, entdeckten wir eine rot gekleidete Gestalt, die auf der Straße in Richtung Kita ging. Tatsächlich – der Nikolaus. Er kam in unseren Garten, er zog ein Wägelchen. Darin war ein großer Sack. Durch die Terrassentüre gab er den Sack herein, freute sich über die braven Kinder, die ihm noch durchs offene Fenster „Nikolo bum, bum“ vorsangen. Dann ging er wieder. Das war eine aufregende Brotzeit.

Ich kann mir was merken
Das ist mir überhaupt aufgefallen: Die Kinder merken sich Texte sehr gut: „Der Bratapfel“ und „Advent, Advent“ waren Gedichte, Fingerspiele, z. B. „die Schneeflöckchen“ konnten sie nach kurzer Zeit, und die Lieder konnten sie einfach auch sprechen. Das war toll.

„Das war schon immer so“
Manche Traditionen sind auch für die Kinder lieb geworden. Sie halfen mit den Adventkranz zu binden. Stellt euch vor, die Helfer konnten am Ende Tanne von Thuje und Kiefer unterscheiden.

Geschenke selbst gemacht!
Die Frage war natürlich „Was schenken wir den Eltern?“ (Wird jetzt nicht verraten). Alle waren fleißig und das Ergebnis ist gut gelungen. Sie werden es sehen, wenn Sie Ihr Geschenk am Heiligen Abend auspacken.
Hilfe – Christbaumkugeln können brechen!
Eines Tages brachte eine Mama einen Christbaum. Den hatte der „Förderverein“ gespendet. Die Kinder waren sehr vorsichtig, und die Kugeln haben ihren Platz am Baum bekommen, auch Sterne und Kerzen. Der Christbaum schaut wunderschön aus und die Kinder sind stolz, weil sie das selbst geschafft haben. Sie waren mit Begeisterung dabei.
Auch das „Kripperl“ fand seinen Platz im Gruppenraum. Schön haben sie´s aufgebaut mit Stadt und Weide, Schafen und Hirten und natürlich Stall und hl. Familie. Auch der Engel ist dabei. Weil die Erzieherin dabei auch die Geschichte dazu erzählt hat, weiß ich sie jetzt wieder. Kennt Ihr sie auch noch. Lest sie vielleicht an Weihnachten. Ich habe gehört, die Kinder hoffen, dass nach Weihnachten Geschenke unter dem Christbaum liegen. Wer weiß – ob das Christkind auch in die Kita kommt?

Prüfung im Kindergarten?
Unsere Praktikantin Laura muss im Rahmen ihrer Ausbildung zur Erzieherin auch Prüfungen ablegen. Die jetzige Lehrprobe verpackte sie in eine Klanggeschichte. Die Kinder hatten Freude daran und nicht gemerkt wie ernst die Situation war. So soll´s sein. Frau Leicher hat zugesehen, weil die Lehrerin Corona bedingt nicht kommen durfte.

WÜMO — was ist das?
Das Programm „Hören, Lauschen. Lernen“ führen die Erzieherinnen mit den Vorschulkindern durch. Die müssen da sehr gut aufpassen und z.B. hören, wo die versteckte Uhr tickt. — Ganz schön schwer. Ich muss da noch üben. Ich bin gespannt wie das weitergeht. Sie spielen mit der Sprache, heißt es. Sie lernen Silben klatschen, Koboldsprache, Wörter und Sätze bauen usw. Ich freu mich drauf.

Was mir in diesem Advent gut gefallen hat:
Die Kinder haben bei vielen Vorbereitungen gut zusammen geholfen.

Was gibts im Hort?
Die Hortkinder entwickelten sich zu Kugelbahn – Erfindern. Sie haben bei der Vorbereitung mitgeholfen und Elterngeschenke hergestellt. (lasst euch überraschen) Die älteren versuchen sich als Unterstützer bei den Hausaufgaben und sind ganz eifrig dabei. „Vier gewinnt“ ist zur Zeit der Renner bei den Spielen. Bügelperlen sind auch sehr begehrt und es entstehen die schönsten Muster. Hoffentlich bügeln die Erzieherinnen diese auch. Dann könnten die Kinder sie mit nach Hause nehmen.

Noch ganz was Neues:
Bücher werden jetzt interessant. Immer wieder holt sich ein Kind ein Buch, legt sich auf das Sofa und liest. Das ist sicher gemütlich. Die beiden Mädchen, die dazu gekommen sind, haben sich gut eingewöhnt. Die Kinder haben oft viel Spaß miteinander und arbeiten konzentriert bei den Hausaufgaben. Da könnte man eine Stecknadel fallen hören. Das find ich super.

Noch eine neue Nachricht:
Ab Januar 2021 geht Frau Andrä in Rente. Sie hat viele Jahre im Kindergarten und im Hort gearbeitet und möchte es sich jetzt so richtig gemütlich machen. Ich hab sie gefragt warum sie im Kindergarten/Hort arbeitet. Ihre Antwort war: “Weil ich Kinder gerne mag.“ Das hat mir gefallen. Ich mag sie auch. Am letzten Tag haben die Kolleginnen und die Kinder die Frau Andrä so richtig überrascht. Sie haben sich zur gemeinsamen Brotzeit getroffen. Frau Leicher hat den Kindern von der „Rente“ erzählt und viele Kinder haben sich einen guten Wunsch für Frau Andrä ausgedacht. Die Kolleginnen haben ihr noch ein Geschenk „zum gemütlich-machen“ gegeben. Danach haben wir unsere Brotzeit gegessen und geratscht und gelacht. Ich hab gesehen, die Frau Andrä hat sich über die Überraschungsfeier sehr gefreut. Ich freu mich, weil die Frau Andrä im nächsten Jahr noch einmal in der Woche kommt.

Und nun meine lieben Familien. Ich mach jetzt Ferien und passe auf das Haus und die Spielsachen auf bis ihr wiederkommt. Plätzchen sind auch da. Ein paar werde ich schon naschen – aber natürlich nicht alle. Darf ich? Auf dem Sofa werde ich die schönen Bücher anschauen – so richtig gemütlich. Vielleicht darf ich auch dem Christkind helfen und ein paar Geschenke unter den schönen Christbaum legen. Das wäre wunderbar. Ich kann den Englein auch die Bilder zeigen, die die Kinder für´s Christkind gemalt haben. Also bis zum nächsten Mal!

Ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest in der Familie und ein gesegnetes, gesundes neues Jahr.

Euer
Taminga